Versuchter Einbruch in Grabener Schule endet in Lüftungsschacht
Schnapsidee verursacht Rettungseinsatz und 10.000 Euro Schaden

Der Lüftungsschacht auf dem Gebäudedach, über den zwei 20-Jährige versuchten, in die Grabener Pestalozzischule zu gelangen. Weil einer von beiden steckenblieb, mussten die Rettungskräfte kommen. Die Bilanz: 55  Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungsdienstler vor Ort und ein Schaden von geschätzt 10.000 Euro.
  • Der Lüftungsschacht auf dem Gebäudedach, über den zwei 20-Jährige versuchten, in die Grabener Pestalozzischule zu gelangen. Weil einer von beiden steckenblieb, mussten die Rettungskräfte kommen. Die Bilanz: 55 Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungsdienstler vor Ort und ein Schaden von geschätzt 10.000 Euro.
  • Foto: Polizei
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Graben-Neudorf. Ein 20-jähriger vermeintlicher Einbrecher löste heute am frühen Morgen in Graben einen größeren Einsatz mit 55 Rettungskräften verschiedener Feuerwehren und des KIT sowie des Rettungsdienstes und der Polizei aus.

Der junge Mann kletterte mit seiner ebenfalls 20-jährigen Freundin gegen 2 Uhr über ein aufgestelltes Baugerüst auf das Dach des im Bau befindlichen Schulgebäudes in der Pestalozzistraße, um angeblich den Sternenhimmel zu genießen. Dort entschloss man sich durch einen Lüftungsschacht, in das darunterliegende Gebäude einzusteigen.

Nachdem das Pärchen mitgebrachte Bettbezüge mit einem Seil zusammengeknotet hatte, brachen sie den Zugang zu einem Lüftungsschacht auf, um hierüber in das Gebäude zu gelangen. Die Lüftungsschächte reichen bis in das Erdgeschoss des Gebäudes. Zunächst versuchte sich die Freundin an dem Vorhaben und kletterte in den Lüftungsschacht. Da sie aber daran scheiterte und sich am Bein verletzte, kletterte sie wieder nach draußen und ließ ihrem Freund den Vortritt.

Der 20-Jährige rutschte sodann im Lüftungsschacht bis zum ersten Obergeschoss etwa drei Meter in die Tiefe. Dort angekommen fand er aber keinen Ausgang und blieb folglich in dem Schacht stecken. Um ihren Freund zu befreien, wusste sich die 20-Jährige nicht anders zu helfen und verständigte schließlich die Rettungsleitstelle.

Die Rettungsaktion gestaltete sich jedoch sichtlich schwierig, da man nicht genau feststellen konnte, wo genau im Schacht sich der junge Mann befand. Zur Lokalisierung und Bergung des Einbrechers musste die Feuerwehr zwei Wände im Gebäude und sämtliche Lüftungskanale auf dem Dach öffnen sowie diverse Lüftungsverkleidungen entfernen.

Nach gut zwei Stunden hatten die Rettungskräfte den Mann schließlich befreit und in ein Krankenhaus gebracht. Im Anschluss wurde die Tatörtlichkeit besichtigt und ein Schaden von mindestens 10.000 Euro beziffert. pol

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