Germersheimer Einzelhändler und Tourismus wollen kooperieren
In Germersheim steigen die Besucherzahlen

Germersheim. Bei der Hauptversammlung der Germersheimer Wirtschafts- und Leistungsgemeinschaft (GWL) sprach Frauke Vos-Firnkes, Leiterin im Germersheimer Tourismuszentrum, über den Tourismus und die enge Verknüpfung zur Innenstadt. Wie bekannt, setzt die Stadt Germersheim seit Jahren auf den Tourismus. Die Zahlen seien steigend, so Vos-Firnkes. Es sei wichtig, dass in der Bevölkerung ankomme, dass man „nicht nur ein bisschen Nachenfahrten mache und ein paar Stadtführungen“, sagt die Tourismuschefin. Vielmehr wolle man die Besucher der Festung auch in die Innenstadt bekommen und sie in Germersheim halten. Der Einkaufsbummel zähle zu den wichtigsten Freizeitbeschäftigungen im Urlaub oder bei Kurztrips. „Wenn man bummelt, kauft man Sachen, die man sonst nicht kaufen würde. Ein Tourist kauft, weil er Zeit hat“, machte sie den Gewerbetreibenden Mut.

Tourismuszahlen steigen

Besonders häufig käme die Altersgruppe der 50 bis 60-Jährigen nach Germersheim, eben jene Gruppe, die auch einen gewissen Wohlstand habe. So seien beispielsweise die Nachenfahrten von 4900 im Jahr 2016 auf 5700 Fahrten im Jahr 2017 gestiegen. Ziel sei es, ein Rundumpaket anzubieten. Auch der barrierefreie Tourismus werde verbessert. So will die Stadt Germersheim einen barrierefreien Rundweg gestalten. Dr.Sascha Hofmann, Erster Beigeordneter der Stadt, erinnerte daran, dass nicht nur Menschen mit Handicap einen barrierefreien Tourismus benötigen, sondern auch Familien mit Kinderwagen. Das Potential sei da. Zudem habe man den demografischen Wandel im Blick.
Die Gewerbetreibenden will Frauke Vos-Firnkes künftig noch stärker einbinden. Es gibt bereits einen Tourismus-Stammtisch. Die Termine dafür werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Thomas Beihofer frage bei dieser Gelegenheit nach, ob das Parkproblem in Angriff genommen werde. Viele seiner Kunden, Beihofer hat ein Juwelier- und Optikfachgeschäft in der Hauptstraße, seien genervt, weil es keine Parkplätze in der Innenstadt gibt beziehungsweise diese belegt sind. Die Situation hat sich durch die Großbaustelle am Lazarett sowie dem Wegfall einiger Parkplätze in der Straße zum Weißenburger Tor verschärft. Hofmann  versicherte, dass man die Parkplatzgestaltung noch mal thematisieren werde. Der ersatzweise geschaffene Parkplatz am Weißenburger Tor ist oft von den Besuchern der Berufsschule komplett belegt. Ferner fragt Thomas Beihofer nach, inwieweit die Gäste der Fahrgastschiffe vom Schiffsanleger in die Stadt gelotst werden. Zumeist sei zu beobachten, dass diese nur mit Bussen abgeholt werden, um nach Speyer zu fahren. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht der Vorhafen von Speyer werden“, sagte Sascha Hofmann. Frauke Vos-Firnkes erklärte, dass es bestehende Verträge gebe und momentan nichts zu machen sei. Die Programme für die Fahrgastschiffe sind fest. Ziel sei es aber, wenn der Vertrag ausläuft, neu zu verhandeln. „Ich bin dran“, versprach Vos-Firnkes, denn die Fahrgastschiffe hätten ein großes Potential für Germersheim. jlz

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