Bauarbeiten am Karls Quartier
In der ehemaligen Stengelkaserne entstehen 87 Wohnungen

Germersheim. Die Bauarbeiten an der ehemaligen Stengelkaserne in Germersheim sind am Donnerstag mit dem Spatenstich für das Karls Quartier gestartet. Das teilt die Stadt Germersheim in einer Pressemitteilung mit. Bis Mitte 2020 errichtet der Projektentwickler pantera AG in dem denkmalgeschützten Gebäude 87 Wohnungen. Auf dem 25.000 Quadratmeter großen Areal werden zudem 138 Mietwohnungen neu gebaut. 196 Tiefgaragenstellplätze für Mieter kommen hinzu. „Das neue Wohn-Angebot im Herzen Germersheims ist ein wichtiger Impuls für die Stadtentwicklung. Wir können die Nachfrage derjenigen, die sich neu in Germersheim niederlassen möchten, bei weitem nicht befriedigen“, betont Bürgermeister Marcus Schaile: „Deshalb war es uns ein Anliegen, mit der pantera AG einen denkmalschutz-erfahrenen Projektentwickler für diese ganz besondere Immobilie und das ganze Areal gefunden zu haben“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.

Bauplanänderung wegen Fledermaus-Schlafplatz

Zuletzt wurde der Bebauungsplan sowohl für das denkmalgeschützte Gebäude als auch für den Neubau aufgrund historischer Funde geändert. Grund dafür ist das Auffinden möglicher Ruheplätze des Großen Mausohrs, einer besonders gefährdeten Fledermausart, im westlichen Teil des Dachgeschosses. Hierfür entwickelte die pantera AG gemeinsam mit dem Institut für Botanik und Landschaftskunde Karlsruhe und dem auf historische Immobilien spezialisierten Architekturbüro archis ein Konzept aus Ruhe- und Überflugzonen. Um das zu erreichen, wurde die Zahl der denkmalgeschützten Wohnungen innerhalb der Festungsanlage um fünf auf 87 reduziert. Der Neubauteil des Areals wurde gemeinsam mit dem europaweit agierenden Immobilienunternehmen, der Ten Brinke Group „entwickelt“. Aufgrund der jüngsten Planungsänderungen – diesmal aufgrund historischer Funde – werden im Neubauteil die Baukörper nun statt mit der Längs- mit der Stirnseite zur Straße „An der Stengelkaserne“ geplant. Die Häuser an der Richthofenstraße entstehen jetzt parallel zur Straße. Damit verbunden bleibt der ursprüngliche unterirdische Verlauf des Flusses Queich bestehen. Nach dieser Klärung wird die Baugenehmigung in Kürze erwartet. Bei den Wohnungen handelt es sich ausschließlich um hochpreisige Wohnungen, die bis zu 380.000 Euro kosten. ps/jlz

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