SGD Süd hat immissionsschutzrechliche Genehmigung erteilt
Biogutvergärungsanlage Westheim wird gebaut

Bei der Vertragsunterzeichnung: von links (sitzend) Landrat Dr. Fritz Brechtel und Oliver Grimm, Geschäftsführer der Suez Süd GmbH, dahinter stehend v.li. Rechtsanwalt Martin Adams und Reiner Glock, Geschäftsführer der Biogutvergärung Bietigheim GmbH.
  • Bei der Vertragsunterzeichnung: von links (sitzend) Landrat Dr. Fritz Brechtel und Oliver Grimm, Geschäftsführer der Suez Süd GmbH, dahinter stehend v.li. Rechtsanwalt Martin Adams und Reiner Glock, Geschäftsführer der Biogutvergärung Bietigheim GmbH.
  • Foto: Kreisverwaltung Germersheim
  • hochgeladen von Julia Lutz

Westheim. „Für den Bau der Vergärungsanlage Westheim im Landkreis Germersheim liegen nun alle rechtlichen Genehmigungen und Vertragsunterzeichnungen vor“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel. Seit drei Monaten laufen bereits vorbereitende Arbeiten auf dem Gelände des bisherigen Kompostwerkes in Westheim auf dem die Vergärungsanlage entstehen soll. Nachdem die immissionsschutzrechtliche Genehmigung der SGD Süd für den Bau der Biogutvergärungsanlage mit einer Jahreskapazität von 48.000 t vorlag erfolgte die Vertragsunterzeichnung für das Erbbaurecht zwischen der Kreisverwaltung Germersheim und der Firma Suez Süd GmbH mit der Option der Unterverpachtung an die Biogutvergärung Bietigheim GmbH. Der Erbbauvertrag enthält eine um fünf Jahre verlängerte Laufzeit und läuft bis zum Jahr 2040. Da alle rechtlichen Genehmigungen zeitnah erteilt wurden kann der Bau der Anlage wie geplant im September starten, teilt die Kreisverwaltung Germersheim in einer Pressemitteilung mit. 

Anlage kostet rund 17 Millionen

Bauherr der rund 17 Mio. teuren Anlage ist die Biogutvergärung Bietigheim GmbH (BVB). Sie wird die Vergärungsanlage auf dem Gelände des Kompostwerkes Westheim errichten. Das Gelände hat die Firma SUEZ Süd GmbH vom Landkreis Germersheim im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages gepachtet. SUEZ wird es an die Firma BVB zum Bau und Betrieb der Vergärungsanlage weiterverpachten. Diese wird die bestehenden Anlagen des in die Jahre gekommenen Kompostwerkes in das neue Nutzungskonzept integrieren. Erforderliche Erweiterungsbauten werden die bisherige Anlage ergänzen.
Die neue moderne Vergärungsanlage wird, so die Planung der BVB, Mitte 2019 in Betrieb gehen. Sie wird Bioabfälle aus den getrennten Sammlungen der Landkreise Germersheim und Ludwigsburg sowie der Stadt Karlsruhe verwerten und dabei rund 34 Mio. kWh Biogas erzeugen. Dieses Gas wird vor Ort gereinigt und zu Erdgasqualität aufgearbeitet. Somit kann es vom Gasnetzbetreiber CREOS direkt in die an der Landstraße L538 verlaufende Gashochdruckleitung eingespeist werden.
Die Betreiberfirma BVB hob die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten hervor. Nur durch das reibungslose Zusammenwirken zwischen Landkreis Germersheim, SGD Süd, Gasnetzbetreiber CREOS, Verpächter SUEZ Süd und den beteiligten Fachplanern konnte der Zeitplan eingehalten werden. Nun kann mit voller Kraft der Bau der Anlage vorangetrieben werden.
Dies bestätigt Landrat Dr. Fritz Brechtel, der in der geplanten Anlage die Möglichkeit sieht, Bioabfälle einer umweltgerechten und effektiven Verwertung zuzuführen mit zusätzlicher Erzeugung von Biogas. „Zudem zeigt sich hier ein positives Beispiel länderübergreifender und interkommunaler Zusammenarbeit von Landkreisen und Kommunen der beiden Bundesländer Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg“, so Brechtel. ps

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