Feuerwehr Frankenthal informiert
Wohnungsbrand in 9-stöckigem Hochhaus

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Frankenthal. Am Samstag, 22 Juni 2019, wurde die Feuerwehr Frankenthal um die Mittagszeit zu einem bestätigten Wohnungsbrand in die Straße Am Kanal in Frankenthal alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte drang aus allen Fenstern der Wohnung im 2.OG bereits dichter schwarzer Rauch, auch deutlicher Feuerschein war aus der Brandwohnung sichtbar. Kurz danach kam es bereits zu einer Durchzündung und die herausschlagenden Flammen drohten auf die darüber liegenden Etagen überzugreifen.
Durch einen gezielten Innen- und Außenangriff konnte ein Übergreifen auf weitere Stockwerke und auch die Nachbarwohnungen verhindert und das Feuer so zügig gelöscht werden.
In dem 9-stöckigen Wohnhaus sind rund 60 Personen gemeldet. Durch die Feuerwehr wurden mittels sogenannter Fluchthauben insgesamt 10 Personen gerettet, sowie 3 Hunde. Die übrigen Bewohner verließen selbst noch vor Eintreffen der Feuerwehr bzw. während der Rettungsmaßnahmen das Haus.
Aufgrund des massiven Brandes und der zunächst unklaren Lage über die Anzahl der betroffenen Wohnungen wurde die BF Ludwigshafen und die FF Bobenheim-Roxheim zur Unterstützung mit weiteren Atemschutzgeräteträgern nachalarmiert. Alle Wohnungen des Anwesens wurden durch Atemschutztrupps auf mögliche Personen bzw. Rauch- und Brandbeaufschlagung kontrolliert, wobei der größte Teil der Wohnungstüren gewaltsam geöffnet werden musste. Im Rahmen der Nachlöscharbeiten wurde ein Großteil des Brandschutts aus der Wohnung geräumt und außen abgelöscht. Durch den massiven Brandverlauf in der Wohnung im 2.OG wurde vorsorglich ein Baufachberater des THW Frankenthal alarmiert, welcher die statischen Gegebenheiten in der Brandwohnung untersuchte, jedoch keine baulichen Beeinträchtigungen feststellte.
Die Zahl der Verletzten beläuft sich auf 21 Personen, von denen 8 in umliegende Krankenhäuser verbracht wurden. Alle Personen erlitten nur leichte Verletzungen, meist Rauchgasintoxikationen. Bei einem Verletzten handelt sich um einen Feuerwehrangehörigen aus Frankenthal, welcher im Rahmen der Nachlöscharbeiten in der Brandwohnung mit dem Fuß umknickte (Anmerkung der Redaktion: Dem Feuerwehrmann geht es gut, er konnte noch am Abend das Krankenhaus wieder verlassen).
Der Rettungsdienst war in der Erstphase mit mehreren Rettungswagen, Notärzten, dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, dem Leitenden Notarzt und dem Großraumrettungswagen der BF Ludwigshafen im Einsatz. Diese Kräfte des Regelrettungsdienstes wurden dann durch die Schnelleinsatzgruppen Versorgung und Betreuung von DRK und Malteser Frankenthal abgelöst bzw. ersetzt, welche zum einen die medizinische Absicherung, als auch Versorgung der Einsatzkräfte und der Hausbewohner mit Getränken und Verpflegung in der benachbarten Sporthalle Am Kanal übernahmen.
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr sind alle Wohnungen des Anwesens – insbesondere die Wohnungen über der Brandwohnung – nach wie vor bewohnbar. Lediglich die durch das gewaltsame Öffnen beschädigten Türen bzw. Türschlösser müssen durch das THW Frankenthal wiederinstandgesetzt werden. Diese Maßnahmen werden noch bis in späten Abendstunden andauern.
In den beiden Etagen unter der Brandwohnung sind einige der Wände feucht durch heruntergesickertes Löschwasser.
Seitens der Feuerwehr Frankenthal waren insgesamt 25 Kräfte und 10 Fahrzeuge vor Ort.
Der Bereich um das Brandobjekt war während der Einsatzmaßnahmen bis ca. 18:00 Uhr großräumig durch die Polizei Frankenthal abgesperrt.
Die Ermittlungen zur Brandursache wurden vor Ort durch den Kriminaldauerdienst der Polizeipräsidiums Rheinpfalz übernommen. ps

Autor:

Gisela Böhmer aus Frankenthal

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