Wird Kunstrasenplatz am Wasen zum Umwelt- und Finanzdesaster für Ettlingen?
Granulat landet als Mikroplastik in der Umwelt

Wie ist es, wenn Boris Palmer in Ettlingen OB wäre? Wir hätten keinen Kunstrasen in der Stadt, denn er sagt in Tübingen: „Ich fand es schon immer seltsam, dass wir Rasen aus Kunststoff verlegen“. Oder hat der Städtetag etwa auch Recht, denn er schreibt „Vom Bolzplatz in die Ozeane kommt das Mikroplastik und die EU wird Granulat auf Kunstrasenplätzen ab 2022“ endlich verbieten. Fachleute wissen es seit Jahren: Sportler tragen nach dem Spiel auf dem Kunstgrün an Schuhen und in den Trikots einen enormen Teil des Kunststoff mit nachhause und in die Waschmaschine. Der Regen spült die Mikroteilchen der Spielflächen in das Grundwasser und der Wind weht es in den ganzen Wasenpark. Dies erfolgt bundesweit so - nicht nur in Ettlingen. Forscher des Frauenhofer-Instituts schätzen, dass Kunstrasenplätze in Deutschland rund 10.000 Tonnen Mikroplastik je Jahr an die Umwelt abgeben. Das derzeit verwendete Gummigranulat auf Altreifenbasis enthält Umweltgifte wie Flammenschutzmittel, UV-Stabilisatoren und Weichmacher, die zusätzlich negative Auswirkungen auf die Nahrungskette im Meer haben können. Teilweise gehen Städte mit hohen Kosten dazu über Umlaufrinnen um die Plätze zu bauen. Die Lösung ist aber sicher, dass eine Alternative zum Kunst-Granulat gefunden wird. Fachleute sagen, dass die Ersatzmittel wie Kork und Sand ungeeignet sind, um schwere Verletzungen an den Bändern der Spielerinnen und Spieler oder Hautabschürfungen zu vermeiden.
Neuerdings ist auch die grün-schwarze Landesregierung aufgewacht und will Kunstrasenplätze nicht mehr fördern. ULi meint, dass Ettlingen wie Stuttgart die Zeiten pro Umweltschutz verschlafen hat, „denn der beste Rasen ist der Naturrasen, das wissen ale Wasenhasen!“ ULi will nun von der Stadt Ettlingen wissen, welche Sanierungskosten für den Kunstrasen am Wasen entstehen und fordert den Rückbau zu einem Naturrasen.

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