Steigende Mensa-Preise: Was Studierende in Rheinland-Pfalz bezahlen
- Die Mensen der rheinland-pfälzischen Unis sehen sich von steigenden Kosten betroffen. (Symbolbild)
- Foto: Sebastian Kahnert/dpa
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Rheinland Pfalz. Studierende müssen in mehreren Hochschulstädten in Rheinland Pfalz etwas mehr für das Mittagessen in der Mensa bezahlen. Studierendenwerke und Hochschulen versuchen dennoch, die Preise möglichst stabil zu halten. Steigende Kosten für Lebensmittel, Energie und Personal setzen die Betreiber zunehmend unter Druck.
Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Presse Agentur unter Hochschulen und Studierendenwerken im Land. Viele Einrichtungen reagieren mit sparsamerem Einkauf, neuen Küchenabläufen oder angepassten Speiseplänen.
- Zentrale Einkäufe und Mengenrabatte sollen Kosten senken
- Küchenabläufe werden effizienter organisiert
- Teure Zutaten werden seltener verwendet
- Teilweise kommen Automatisierung und Robotik zum Einsatz
Kaiserslautern
An der Rheinland Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern Landau stiegen die Preise für studentische Menüs zuletzt im Juni leicht. Menü 1 erhöhte sich von 3,80 auf 4,10 Euro. Menü 2 von 3,50 auf 3,80 Euro. Zu jedem Menü gehören Suppe, Salat und eine Hauptspeise.
Als Gründe nennt das Studierendenwerk Kaiserslautern höhere Tariflöhne sowie gestiegene Energie und Lebensmittelkosten. Weitere Preissteigerungen sind aktuell nicht geplant. Bei deutlich höheren Kosten könnten sie jedoch notwendig werden.
Koblenz
In Koblenz sind die regulären Menüpreise für Studierende in den vergangenen drei Jahren um rund 14 Prozent gestiegen. Auch hier belasten höhere Ausgaben für Lebensmittel, Energie, Logistik und Personal die Kalkulation.
Das Studierendenwerk bietet deshalb nur noch selten Gerichte mit Rindfleisch an. Größere weitere Preisänderungen sind derzeit nicht vorgesehen.
Speyer
An der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer blieben die Preise seit der Neuverpachtung der Mensa im Jahr 2024 stabil. Preissteigerungen sind aktuell nicht geplant.
Die privat betriebene Mensa „Taberna“ orientiert sich stark an saisonalen Produkten. Der Pächter betreibt einen eigenen Bauernhof in der Region. Viele Zutaten stammen aus eigener Produktion oder von regionalen Erzeugern.
Trier
Das Studierendenwerk Trier setzt auf eine flexible Preisgestaltung. Die Speisepläne werden alle sechs Wochen anhand der aktuellen Einkaufspreise neu kalkuliert.
Steigende oder sinkende Kosten werden direkt weitergegeben. Nach Angaben des Studierendenwerks gibt es täglich mindestens ein Gericht für rund drei Euro.
Um Ausgaben zu begrenzen, werden derzeit besonders teure Produkte seltener eingesetzt. Dazu zählen Rindfleisch, Fleischersatzprodukte, fettreicher Fisch wie Lachs sowie Schokolade.
Vom Studierendenwerk Mainz lagen zunächst keine Angaben zu möglichen Preisänderungen vor. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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