DFB ermittelt gegen Stuttgart nach Pyro beim Pokalfinale

Fans zünden beim Pokalfinale Pyrotechnik.  | Foto: Michael Kappeler/dpa
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Stuttgart. Nach der Pyrotechnik und den Fanprotesten beim DFB Pokalfinale drohen dem VfB Stuttgart spürbare Geldstrafen. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball Bundes hat angekündigt, sich mit der Aktion der Fanlager von Stuttgart und Bayern München zu beschäftigen.

Während der Partie im Berliner Olympiastadion hatten Anhänger beider Clubs ihren Unmut über den Verband lautstark geäußert. Sprechchöre und große Transparente richteten sich gegen den DFB. In der zweiten Halbzeit wurde zudem massive Pyrotechnik gezündet.

Unmittelbar nach dem ersten Treffer von Bayern Stürmer Harry Kane musste Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie deshalb kurz unterbrechen. Genau diese Spielunterbrechung könnte laut DFB Richtlinien die Strafen deutlich erhöhen.

Sechsstellige Geldstrafen möglich

Der Kontrollausschuss bewertet Pyrovergehen nach festen Sätzen. Für Bundesligisten können schnell hohe Summen entstehen.

  • Rund 1000 Euro pro gezündeter Pyro Fackel
  • Zwischen 2000 und 8000 Euro pro unerlaubtem Banner
  • 50 Prozent Aufschlag bei Spielunterbrechungen zwischen einer und fünf Minuten

Durch die große Zahl an Fackeln und Bannern könnten sich die Strafen für die Vereine im sechsstelligen Bereich bewegen. Zum Vergleich. Finalist Arminia Bielefeld musste im Vorjahr rund 50000 Euro zahlen. Damals spielte der Club allerdings noch in der 3. Liga und unterlag niedrigeren Sockelbeträgen.

Kritik von Vereinsseite

Aus den Vereinen kam deutliche Kritik an der Aktion der Fans. Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß forderte ein hartes Vorgehen. „Die Vereine, der DFB und die Politik müssen hart durchgreifen, dass solche Unverschämtheiten nicht mehr passieren.“

Stuttgarts Vorstandschef Alexander Wehrle äußerte sich moderater. Fan Kultur sei wichtig, sagte er. Gleichzeitig dürften Proteste nicht dazu führen, dass Spiele unterbrochen werden. Der Fußball müsse während der 90 Minuten im Mittelpunkt stehen.

Der Protest richtete sich laut Fans vor allem gegen hohe Ticketpreise für das Finale und gegen die aus ihrer Sicht zu harte Rechtsprechung des Verbandes bei Fanvergehen. Ein großes Banner mit durchgestrichenem DFB Wappen und den Worten „Kläger, Richter, Henker“ wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit einmal durch den Unterrang des Stadions getragen. dpa/est

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Autor:

Erik Stegner aus Landstuhl

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