PWV Ramberg
Wanderung zur Madenburg

stürmisch war´s …..

Vom Windhof zur Madenburg
Es klingt schon etwas nach Abenteuer : vom Windhof zur Madenburg . Und so war es denn auch. Nach dem üblichen Treffen am Ramberger Dorfplatz ging es mit dem Auto nach Annweiler, durch Annweiler hindurch und dann links ab ein kurzes Stück auf der B 48 und denn wieder links geschwenkt auf die K 2 und jetzt in weitem Bogen südlich um Bindersbach herum zum Parkplatz mit dem interessanten Namen : dem Windhof. Und tatsächlich, Petrus wollte uns was Gutes tun : er hat es kräftig winden lassen, mehr als kräftig. Zeitweise war das schon ein ausgewachsener Sturm.
Vom Windhof sind wir dann, vorbei am markanten Windhofstein losmarschiert Richtung Cramer Pfad, dann aber abgeschwenkt. Etwas oberhalb gings durch im Sommer sicher recht freundlichen, jetzt aber noch laublosen Mischwald, recht bequem an der Südflanke des Wetterberges dahin. Das Stangenholz hat geklappert im Sturm, das war uns schon ein bissel unheimlich. Aber wir fühlen uns wohl, wir sind ja im Wald daheim, wir Pfälzerwäldler. Schon einiges an Windwurf liegt hier im Wald, der Förster wird Arbeit haben. Wir aber ziehen frohgemut der Beschilderung „Am Tisch“ nach. Dieser Punkt liegt genau auf dem Joch zwischen Wetterberg und Schletterberg und hier gibt es auch eine Sitzgruppe. Erste Rast ? Lieber nicht, wir wollen durchlaufen bis zur Madenburg. Aber ein bissel diskutieren wir schon, woher der Name „Am Tisch“ kommt. Der Weg ist übersät mit kleinen Ästchen, Windbruch, und immer wieder heult der Wind durch die Stangen. Aber wenigstens : es ist trocken. Hier gibt es nicht so viele Kastanien wie im Ramberger Tal, einiges an Buchen, einiges an Eichen, zwischendrin sogar Birken, was eigentlich da oben gar nicht so typisch ist, und natürlich Douglasien, der Asylant unter unseren Nadelbäumen. Und diejenigen unter uns, die sich verstärkt für den Wald interessieren sehen es : Kiefern, übersät mit Spechthieben. Ein deutliches Indiz für Buchdrucker-, Kupferstecher-, oder sonstigen Insektenbefall. Unser Wald leidet…. nur wir Menschlinge nehmen das auf die leichte Schulter. Aber trotzdem, es ist ein wunderbares Gehen, die Kapuze dicht angezogen, die Mütze über die Stirn, kalt ist es ja auch nicht, aber der Wind pustet uns gehörig durch. Einem fällt der Spruch eines alten Burgkastellans aus dem Elsaß ein : „wenn de Wind bloost, dann stinkt ma net“.
So wandern wir auch rund um den Schletterberg, alles fast ohne nennenswerte Steigung bis zum Parkplatz an der Madenburg, wo wir dann auf rund 355 Metern auf einem Sattel etwas nördlich oder nordöstlich der Burgruine angelangt sind. Hier also und endlich wird Leib und Seel Genüge getan : die Rucksäcke werden ausgepackt, jeder nimmt sich aus den ausgebreiteten Schätzen was ihm schmeckt und sucht sich ein Plätzchen. Zwei Wanderkameradinnen, die aus gesundheitlichen Gründen diesmal nicht dabei sein konnten, waren zwischenzeitlich hier mit dem Auto angefahren und haben frischen, selbstgebackenen Kuchen mitgebracht. Das Schlaraffenland ist nichts dagegen ! Ein bissel Sekt mit oder ohne Orange, aber so richtig zünftig geht´s mit dem Schoppenglas, das man hier in der Pfalz reihum gehen läßt. Man sollte nicht glauben, was 23 Wanderer zustande bringen, am Vertilgen von „Wurst, Weck unn Woi“. Und… was sich dabei für eine Lautstärke entwickelt ? ! Aber es muß halt dann doch sein : es geht weiter. Allerdings : die Madenburg ist auf ihrem 458 Meter hoch gelegenen Felsplateau zwar ein hoch-interessantes Ziel, aber heute ? leider nicht ! Der schwarzen Markierung im weißen Feld folgend geht´s weiter Richtung Leinsweiler. Es sind herrliche Ausblicke, die sich uns dort bieten. Haben wir vorher gelegentlich aus dem Wald heraus einen kurzen Blick hinüber in die Vogesen werfen können, so schauen wir jetzt nach Osten weit in die Rheinebene hinunter. Ein paar Regentropfen, klatschen vom Sturm getrieben auf die Mützen, einen Schirm aufzuspannen endet gleich mit dem zu erwartenden Fiasko ! Rebland ist es hier; obwohl der Strurm aus dem Tal herauffegt, nach dem Wald eine geradezu heitere Landschaft. Dann sind wir auch schon an der Kneippanlage an der Trifelsstraße, aber weder die Lust noch das Wetter konnten einen bewegen, sich die Füße abzukühlen. Hier macht sich auch der Birnbach auf den Weg, der vom Nordhang des Wetterbergs herunter, durch Leinsweiler und Ilbesheim hindurchplätschert um sich dann in Landau mit der Queich zu vereinigen. Das Feriendorf Sonnenberg am Barbarossaweg hindurch und dann geht´s wieder hinunter zum Parkplatz am Windhof. Schön war die Wanderung, die unsere Kameraden Claudia und Gunnar Sachs da für uns zusammengestellt haben, aber der Anblick der Autos, trocken und warm, war auch nicht zu verachten.

Autor:

Paul vom Eulenhorst aus Trifelskurier

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