Ramberger Wandersleut` in der Geldmünzhütte
Wanderung der PWV Ortsgruppe Ramberg am 10. Februar

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Von Eußerthal zur Geldmünzhütte

Leise rieselt - - - der Regen war´s und nicht der Schnee. Der Klimawandel verfolgt uns halt doch überall. Haben früher die alten Bauernweisheiten und Wetterregeln für den Februar meist mit Schnee und Frost zu tun gehabt –„ist der Hornung voller Eis, wird der Sommer glühend heiß“- so weiß man heute nicht, was noch gelten soll….. etwa „blüht die Ros´ im Februar, verdirbt es wohl das ganze Jahr“ ? Launige Gedanken auf unserer Wanderung durch das Dürrenbachtal. 44 Wanderer haben sich am 10. Februar am Dorfplatz in Ramberg getroffen zur Fahrt nach Eußerthal. Dort wurden die Fahrzeuge auf dem Parkplatz am Ortsausgang, links der Landstraße L 505, abgestellt - man sollte nicht glauben, welch herrlichen Schlamm unsere pfälzer rote Erde zusammen mit vorangegengenem Dauerregen abgibt- und dann gings los in Richtung Siebeldinger Hütte. Nieselregen, aber alle waren bester Laune, der Frühling liegt schon in der Luft. Auf breitem Weg, gings flott voran, badewannengroße Pfützen werden umrundet, unsre kleinen Mitwanderer Sarah, Leni und Leo patschen auch mal gerne rein. Auch manch Erwachsener -….. und so geht’s vorbei an Tennisplätzen und Fußballplatz, vorbei am Petrihof, einer Fisch-zuchtanlage. Neue Teiche werden angelegt, die Erde ist aufgebuddelt, rote Wunden in der Erde, sieht in diesem Zustand nicht sonderlich attraktiv aus. Aber wenn´s fertig ist …! Dann hinein in den Wald, das Tal sanft hinauf. Der Dürrenbach verläuft zur Linken, und dahinter steigt der Hang steil an. Hier liegt Sturmholz, man könnte halb Ramberg damit beheizen. Auch rechts geht es steil hinauf, oben, fast ganz oben, verläuft die Landstraße zum Taubensuhl. Hier unten aber im Talgrund ist die Luft schwer und riecht nach Boden, Laub und Moder. Ein paar hundert Meter weiter geht rechts ein Weg ab, den Hang hinauf, der auch zur Siebeldinger Hütte führt. Doch unsere Wanderscouts Helga und Günter Frank haben im Hinblick auf unsere älteren Mitwanderer den bequemeren Weg, der unten im Tal bleibt, ausgesucht . Und wieder ein paar hundert Meter weiter geht links ein Weg über den Dürrenbach. Distrikt Weihertal-Halde heißt man es hier, und da steht eine Hütte des PWV, die Dürrenbachhütte. Hier wird die erste Rast gemacht. Zwischenzeitlich nieselt es auch nicht mehr, die verschiedenen Schätze aus den Rucksäcke werden ausgebreitet. Wie immer wird „geratscht“, Späße hin und Späße her, und Bettinas selbstgemachter Eierlikör schmeckt ja soooo gut …! Und dann geht es weiter, immer Richtung Siebeldinger Hütte. Gelbe Markierungen gibt es hier an den Bäumen, aber wer braucht die schon ? Man muß nur immer dem Talgrund folgen. Eine weitere Hütte, wohl hauptsächlich Unterstand und Materialdepot für Waldarbeiter, lassen wir links liegen, und jetzt beginnt der Weg zu steigen. Langsam und sanft, aber stetig. Das Tal wird deutlich enger, rechts und links geht es steil aufwärts. Und hier wird die Verwandtschaft des Pfälzerwaldes zum Schwarzwald recht deutlich. Viel Nadelwald steht hier, „mastig“, wie die Schwarz-wälder sagen würden, mancher Baum in Brusthöhe 80 bis 100 Zenti-meter dick. Ja, solche „Holländer“ genannte Bäume kennt man sonst nur auf dem Schwarzwald. Nicht „im Schwarzwald“, sondern „uff´m Wald“ wie die alten Schwarzwälder sagen. Darunter als Unterwuchs ist die Buche als Schattenbaum stark vertreten. Naturverjüngung. Offenbar wird hier, obwohl der Wald für den Laien einen sehr verwilderten Eindruck macht, intensiv und zielgerichtete Forst-wirtschaft betrieben. Moosbedeckte Steine, riesige Felsen , die vom Wurzelwerk der Bäume, nicht nur arm-, sondern brustkorbdick umklammert werden. Ob hier wohl der Schatzhauser wohnt ? Oben auf der Siebeldinger Hütte, auch Geldmünzhütte genannt, ist noch Ruhe. Bis wir kommen. Dann ist die recht kleine Gaststube voll besetzt und die ehrenamtlichen Helfern des PWV Siebeldingen hinter der Theke haben alle Hände voll zu tun. Einfache Gerichte, aber recht schmackhaft zubereitet, und der Schoppen schmeckt ! Was will man mehr ? Nur der allgemeine Geräuschpegel sorgt für manche Pein ….. aber daran sind wir ja selber schuld. Für einige ist der Heimweg deshalb fast wie Erlösung …. endlich Ruhe. Nochmals der beschauliche Blick auf die Hänge, die teilweise gewaltigen Bäume, die sanft vom Hang herabrieselnden Wässer, den glucksenden Dürrenbach ….. und wer es geschafft hat, vor dem nächsten Platzregen beim Auto anzukommen, konnte sich besonders glücklich schätzen.
der Paul vom Eulenhorst

Autor:

Paul vom Eulenhorst aus Trifelskurier

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