Skulpturen zum Gedenken

Skulpturen zum Gedenken

In der Kunstschule wird die Zerstörung Bruchsals Gegenstand in Atelier und Werkstatt

Am frühen Nachmittag des 1. März 1945 wird die Stadt Bruchsal bombardiert. Ziel des Angriffs war angeblich der Eisenbahnknotenpunkt Bruchsal, getroffen wird die ganze Stadt. Der Angriff dauert 40 Minuten. Danach liegen Stadt und Schloss in Schutt und Asche. Fast 1000 Menschen kommen ums Leben. Zweifellos markiert der Tag der Zerstörung Bruchsals die tiefste Zäsur in der Stadtgeschichte.
Im Zuge der Bauarbeiten zur sogenannten „Bahnstadt“ wurde eine Grube voll metallener Überreste der zerstörten Stadt gefunden. Ausgeglühte Kochtöpfe, Herde, Haushaltsgegenstände, Fahrräder - stumme, rostige und durch Hitze und Druck deformierte Zeugen einer unvorstellbaren Wucht der Zerstörung. Auf Anregung von Gemeinderat Jürgen Schmitt wurde der gefundene „Kriegsschrott“ von der Stadt Bruchsal gesichert und gelagert.
In einem Workshop unter der Leitung von Svenja Ritter entstehen Installationen und Kleinskulpturen aus Polystyrol, die in einer Ausstellung am 1. März 2020 zum 75. Jahrestag der Zerstörung Bruchsals präsentiert werden.

Die international renommierte Künstlerin Svenja Ritter begibt sich in ihren Arbeiten auf die Suche nach tabuisierten Wahrheiten. Die Frage nach dem Schweigen oder Reden muss nicht zuletzt beim Anblick eines gnadenlosen Kriegsverbrechens, wie es Bruchsal am 1. März 1945 erfahren musste, gestellt werden.
Das Material Polystyrol ist leicht zu bearbeiten und einzufärben und bietet so endlose Möglichkeiten der Gestaltung eines ganz individuellen Kunstwerks. Ebenso erschütternd wie ästhetisch wird die Zerstörung Bruchsals in den entstandenen Arbeiten widerhallen. Vielleicht gar nicht schlecht, einem so bedrückenden Thema eine künstlerisch offene Bühne zu geben.

Zur kostenlosen Teilnahme sind alle Kunst- und Geschichtsinteressierten ab 16 Jahren eingeladen.
Die Kursteilnehmer werden sich am Samstag, den 30. November und am Sonntag, den 1. Dezember, jeweils von 10.00 bis 13.00 Uhr, im Kunsthof der MuKs, Moltkestraße 17a in Bruchsal, mit Material und Inhalt auseinandersetzen.

Informationen unter 07251/9134-0.
Anmeldung über die Homepage der MuKs Bruchsal (www.muks-bruchsal.de).

Autor:

Sonja Schneider Musik- und Kunstschule Bruchsal aus Bruchsal

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