Am 14. Oktober gibt es Einblicke in die Arbeit von Restauratoren
Kostbare Kunstschätze bewahren

Die Bruchsaler Tapisseriensammlung ist ein kostbarer und sehr empfindlicher Schatz textiler Handwerkskunst des 16. bis 18. Jahrhunderts. Bevor die Wandteppiche 2017 in die Beletage zurückkehrten, wurden sie zehn Jahre lang restauriert und auf die Hängung vorbereitet.
  • Die Bruchsaler Tapisseriensammlung ist ein kostbarer und sehr empfindlicher Schatz textiler Handwerkskunst des 16. bis 18. Jahrhunderts. Bevor die Wandteppiche 2017 in die Beletage zurückkehrten, wurden sie zehn Jahre lang restauriert und auf die Hängung vorbereitet.
  • Foto: Staatliche Schlösser und Gärten
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Bruchsal. Europaweit geben Restauratoren am Sonntag, 14. Oktober, Einblicke in ihre filigrane und anspruchsvolle Arbeit: Zum ersten Mal findet der „Europäische Tag der Restaurierung“ statt.

Mit dabei sind auch die Restauratoren der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. In den Schlössern von Bruchsal, Ludwigsburg, Mannheim, Rastatt und Weikersheim finden besondere Führungen statt.

An allen Führungen ist die Teilnahme kostenfrei und für alle Termine ist die telefonische Anmeldung in den jeweiligen Schlössern erforderlich. Alle baden-württembergischen Termine finden sich auf www.schloesser-und-gaerten.de

Der „Tag der Restaurierung“ ist ein Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018. Es steht unter dem Übertitel „Sharing Heritage“. Ziel des Aktionstages sei es, so die Veranstalter, das öffentliche Bewusstsein für die Schlüsselrolle der Restauratoren in der Kulturguterhaltung zu schärfen und Wissen zum Beruf des Restaurators zu vermitteln.

Der Tag wurde vom Europäischen Dachverband der Restauratorenverbände (E.C.C.O.) ausgerufen und von den einzelnen Mitgliedsverbänden in Europa umgesetzt. „Wir freuen uns, dass die enorm wichtige Arbeit der Restauratorinnen am Tag der Restaurierung sichtbar wird“, erklärt Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. „Sie sichern oft mit enormem Aufwand das uns anvertraute kostbare Kulturgut: Ohne ihre Arbeit würden viele Kunstschätze verloren gehen“.

Die Schwerpunkte liegen auf Möbeln und Holzobjekten, Textilien und Gemälden. Bei den Führungen werden auch Einblicke in das Berufsbild des Restaurators gegeben: Untersuchungsmethoden, Materialien und Herstellungstechniken der Objekte sind dabei spannende Themen. Wer bei den besonderen Führungen mitgeht, kann sicher sein, vieles über Kunstobjekte zu erfahren, was normalerweise unsichtbar bleibt.

In Bruchsal finden die Führungen um 11 und um 13 Uhr statt. Die Bruchsaler Tapisseriensammlung ist ein kostbarer und sehr empfindlicher Schatz textiler Handwerkskunst des 16. bis 18. Jahrhunderts. Bevor die Wandteppiche 2017 in die wiedereingerichtete Beletage des Schlosses zurückkehrten, wurden sie zehn Jahre lang restauriert und auf die Hängung vorbereitet. Am Tag der Restaurierung gibt Diane Lanz, die die Restaurierungsmaßnahmen leitete, vor Ort einen Einblick in ein spannendes, auch für Textilrestauratorinnen nicht alltägliches Projekt. Anmeldung: 07251 742661. cob/ps

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