Themenführung im Deutschen Musikautomaten-Museum
"Schöner zwitschern"

Vogelkäfig, wohl Charles Bontems, Paris um 1900
  • Vogelkäfig, wohl Charles Bontems, Paris um 1900
  • Foto: DMM
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Bruchsal. „Mein Gott wie ist das schön“: Hans Christian Andersens Märchen „Die Nachtigall“ von 1840 zeugt von der Faszination des Menschen für künstlichen Vogelsang, die schon lange vor dem Märchen existierte.

Im Mittelpunkt einer Führung von Kira Kokoska im Deutschen Musikautomaten-Museum im Schloss Bruchsal stehen am Sonntag, 2. Juni, um 14 Uhr kleine Dreh-oder Vogelorgel, sogenannte Serinetten. Mit ihrem künstlichen Gezwitscher und ihren Melodien sollten sie im 18. und 19. Jh. ihre Besitzer unterhalten, aber auch als Lehrorgel für echte Vögel im Käfig dienen.

Im Bürgertum und am Hofe war es zu dieser Zeit modern Singvögel zu halten, es galt auch als Statussymbol. Amalie von Baden, die ab 1806 im Schloss Bruchsal wohnte hatte zum Beispiel einen Papagei im Käfig. Ob sie ihm mit Hilfe einer Serinette das „Singen“ beibringen wollte ist nicht bekannt.

Aber Karl Wilhelm von Baden, der Urgroßvater ihres Gatten, hatte seinen Kanarienvögeln im Karlsruher Schlossgarten nachweislich mit einer kleinen Drehorgel die entsprechenden Flötentöne beigebracht.
Viele Vögel starben in der Gefangenschaft, da Zucht und Haltung dieser Tiere sehr schwierig war. Für den vergnüglichen Zeitvertreib ging man daher allmählich auf den Gesang künstlicher Vögel über.

Mit Kira Kokoska begeben sich die Besucher auf einen kulturhistorischen Rundgang, auf dem sie diese musikalischen Kleinode auch zum Klingen bringen wird. Die Führung beginnt am 2. Juni um 14 Uhr. tam

Autor:

Cornelia Bauer aus Bruchsal

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