Friehling isses !
Gedicht der Jahreszeiten von Werner Dietrich

Friehling isses !

Friehling isses wie n´ er siehn.,
es blieht an alle Ecke.
Die Wisse werren werre grien
un Blätter grie´n die Hecke.
Die erschte Veilcher spitze
noch ganz verschichtert in die Welt
un aus de klennschte Mauerritze
hert mer e Meisje wie es schellt.

Un wann die Sunn im Summer lacht,
do heert mer´s frehlich klinge,
weil jedem der wo´s metgemacht
vor Fräd es Herz dut springe.
Es plätschert dann so mancher Bach
ganz leise vor sich hin
un dort am Ufer ganz gemach
e Storch stolzert dohin.

De Herbscht met seine Garwe
geht schillernd durch es Land.
Met all de bunte Farwe,
die mer so noch net gekannt.
Die erschte Blätter falle
ganz sachte durch´s Geäscht
un Wildsau, Fuchs un Ralle,
han fer de Winter schun ehr Nescht.

De Winter kummt met Froscht un Schnee,
gar mancher dut jetzt freere
verschwunn es Gras, gefror de See,
mer kann´s schun knischtre here.
Un jetzt wo alles tief verschneet,
so unner kahle Hecke,
wo sunnscht fascht nie e Liftche weht
dut sich so mancher Has verstecke.

So hat bestimmt e jedi Zeit
Fer uns noch was parat
Dem Äne Fräd dem Ann´re Leid
Grad wie es kummt un wie mer saht
Un wann fer Dich grad Winter is
Dann mach deer halt nix draus
Dann eens is werklich ganz gewiss
Im nächschte Frieling siehts ganz annerscht aus.


Gedicht in Pfälzer Mundart von Werner Dietrich
Bruchmühlbach-Miesau (Vogelbach)

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