1,2 Prozent mehr Beschäftigte in der Industrie
Mehr Beschäftigte, aber Umsatz sinkt in Rheinland-Pfalz

Pfalz. Die Zahl der Beschäftigten in der rheinland-pfälzischen Industrie ist im April 2019 erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 3.100 bzw. 1,2 Prozent (Deutschland: plus 1,6 Prozent).
Insgesamt waren in den ersten vier Monaten rund 261.800 Personen in den rheinland-pfälzischen Industriebetrieben beschäftigt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 erhöhte sich der Beschäftigtenstand um 1,5 Prozent (Deutschland: plus 1,8 Prozent). Sieben der zehn bedeutendsten Industriezweige wiesen eine positive Entwicklung auf. Das größte Plus verzeichneten die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln (plus 3,4 Prozent). Die größten Rückgänge bei der Belegschaft gab es in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sowie in der Papierindustrie (beide minus 1,4 Prozent).

Umsätze im Vergleich zu 2018 gesunken

Die Umsatzerlöse lagen von Januar bis April 2019 mit 32,1 Milliarden Euro um 4,1 Prozent niedriger als im gleichen Vorjahreszeitraum 2018 (Deutschland: plus 1,0 Prozent). Die inländischen Umsätze gingen um 2,2 Prozent und die Auslandsumsätze um 5,5 Prozent zurück. (Deutschland: plus 0,4 und plus 1,6 Prozent). Die rheinland-pfälzische Exportquote lag in den ersten vier Monaten mit 57,2 Prozent um 0,9 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.

In fünf der zehn umsatzstärksten Industriebranchen lagen die Erlöse in den ersten vier Monaten in 2019 über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die mit Abstand größte prozentuale Umsatzsteigerung verbuchten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (plus 8,1 Prozent). Dahinter folgte die Glas- und Keramikindustrie (plus 3,5 Prozent). Den größten Rückgang verzeichnete die Pharmaindustrie (minus 57,8 Prozent).

Die gegenwärtige Entwicklung in der Pharmaindustrie wird von Sondereffekten überlagert und spiegelt nicht die allgemeine Entwicklung der Branche wider. Ohne Einbeziehung der Pharmaindustrie stieg der Umsatz der rheinland-pfälzischen Industrie um 0,9 Prozent (Inland: minus 1,5 bzw. Ausland: plus 2,8 Prozent). Die Exportquote lag ohne die Pharmaindustrie mit 56,5 Prozent um 1,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahreszeitraums. ps

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