Feuerwerksverkauf startet am 28. Dezember: Auf Prüfsiegel achten
Damit das Feuerwerk an Silvester nicht schief geht

Damit das Feuerwerk kein Fiasko wird, ist es ratsam, auf Prüfsiegel bei Feuerwerkskörpern zu achten.
  • Damit das Feuerwerk kein Fiasko wird, ist es ratsam, auf Prüfsiegel bei Feuerwerkskörpern zu achten.
  • Foto: Geralt / pixabay
  • hochgeladen von Julia Lutz

Silvester. An Silvester werden die Deutschen wieder Feuerwerk im Wert von schätzungsweise rund 130 Millionen Euro in den Himmel schießen. Hier gibt es einige wichtigsten Ratschläge zum Umgang mit Böllern und Raketen. Auch an Silvester 2018/2019 werden die Deutschen zum Jahreswechsel wieder Feuerwerk für schätzungsweise rund 130 Millionen Euro in den Himmel schießen. Beim Einkauf sollten die Kunden vor allem auf amtliche Prüfsiegel achten, denn illegales Feuerwerk ist oft hochgefährlich.  Der Verkauf startet 2018 am Freitag, 28. Dezember, und ist bis Silvester am Montag, 31. Dezember, zulässig. 

Einige Tipps:

  • Böller-Fans sollten nur Produkte verwenden, die von der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) oder einer anderen offiziellen europäischen Stelle geprüft und zugelassen sind und über das CE-Siegel verfügen. Ohne Prüfspiegel droht bei Überprüfung eine Geldstrafe.
  • Kein illegales Feuerwerk: Für den deutschen Markt bestimmte Knallkörper dürfen maximal sechs Gramm Schwarzpulver enthalten. Bei einem geprüften Böller, der versehentlich in der Hand gezündet wird, kommt es laut BAM zu Verbrennungen leichten Grades. Die starken Blitzknallkörper sind hierzulande verboten. Solche aus Osteuropa eingeschmuggelten Böller mit sogenanntem Blitzknallsatz, einer Mischung aus Kaliumperchlorat und Aluminiumpulver, können vorzeitig explodieren und gefährliche Verletzungen verursachen. Dazu gehört auch der Verlust von Gliedmaßen. Besser keine Feuerwerkskörper im anonymen Internet bestellen, sondern vor Ort. 
  • Kategorie F2: Der Verkauf von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 ist nur an Kunden ab 18 Jahren gestattet. Zu dieser Kategorie gehören Fontänen, Verbundfeuerwerke, Raketen, Römische Lichter, Batterien und laute Knaller. Zu erkennen ist das Prüfsiegel an einer vierstelligen Nummer plus F2 plus einer weiteren fortlaufenden Nummer wie zum Beispiel 0589-F2-1234, wobei die 0589 für die Prüfung durch die BAM steht. Die Kategorie F2 darf nur im Freien verwendet werden.
  • Kategorie F1: Für Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen sind nur Feuerwerkskörper der Kategorie F1. Dazu gehören Wunderkerzen, Tischfeuerwerk, Knallerbsen und Knallbonbons. Diese dürfen das ganze Jahr verkauft werden. Eltern sollten auch hier ihre Kinder nicht unbeaufsichtigt lassen. 
  • Sicherheit: Das BAM empfiehlt bei Raketen einen Sicherheitsabstand von acht Metern, bei kleineren Krachern mindestens ein Meter Abstand. Raketen stehen besonders stabil, wenn sie nicht bloß in einer Sektflasche stecken, sondern sich die Flasche in einem Getränkekasten befindet. Grundsätzlich sollten Knaller nicht in der Hand gezündet werden.
  • Nicht die ganze Nacht knallen: Für Feuerwerkskörper der Kategorie F2 gilt eine strikte „Knallzeit“: Sie dürfen nur am Silvester- und Neujahrstag abgebrannt werden. Die Zeiten können je nach Bundesland leicht abweichen. Das Böllern in der Nähe von Krankenhäusern, Kirchen, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern oder Tankstellen ist grundsätzlich nicht erlaubt. Blindgänger, die nicht explodiert sind, sollten unbedingt liegengelassen werden. 
  • Keine Schreckschusswaffen: Ausdrücklich verboten ist das Schießen mit Schreckschusswaffen in der Öffentlichkeit. Es kann mit einer Strafanzeige geahndet werden, Waffen und Munition können eingezogen werden. Dies gilt vor allem für sogenannte Vogelschreckmunition.

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