Rekorderntejahr im Streuobstbau birgt Gefahr von Astbrüchen
Fachleute raten zum Ausdünnen von Obstbäumen

Bei zunehmendem Fruchtgewicht drohen bei diesem Apfelbaum Astabbrüche.
  • Bei zunehmendem Fruchtgewicht drohen bei diesem Apfelbaum Astabbrüche.
  • Foto: LRK Karlsruhe
  • hochgeladen von Heike Schwitalla

Region. In diesem Jahr ist eine Rekordernte an Äpfel und Birnen zu erwarten. Fachleute sorgen sich jedoch gleichzeitig um die Gesundheit der Bäume: „Der Überbehang und die Trockenheit bringen die Äste an Grenze ihrer Belastbarkeit mit der Folge, dass die Leitäste abbrechen können“, warnt Kreisökologe Hans-Martin Flinspach, gleichzeitig Erster Vorsitzender der Streuobstinitiative im Stadt- und Landkreis Karlsruhe.

Ausdünnen

Die Kreisfachberatung rät deshalb zum gezielten Ausdünnen der Früchte bei Jungbäumen oder niedrigen Erziehungsformen. Ältere großkronige Obstbäume können durch gezieltes Schütteln entlastet werden. In der Regel fallen zunächst Früchte, die vom Apfelwickler befallen oder mangelhaft versorgt sind. Das Abstützen der Äste macht erst später Sinn und kann zusätzlich erforderlich werden, wenn die Fruchtgröße und damit das Gewicht am Ast deutlich zugenommen hat. „Neben speziellen Schüttelstangen können auch eigene Kreationen eingesetzt werden“, sagt Flinspach. Eine Verlängerungsstange mit einem Queraufsatz wie ein Besen oder Wischer, der mit etwas Schaumstoff gepolstert und mit Leder oder festem Stoff umwickelt wird ist eine günstige Alternative.

Weitere Informationen gibt es beim Landratsamt Karlsruhe, per E-Mail unter naturschutz@landratsamt-karlsruhe.de oder telefonisch unter 0721/936-86710.

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