20. Tour startet am 7. Juli in Bad Schönborn
Radeln für den guten Zweck

Seit zwei Jahrzehnten treten die SEW-Benefiz-Radler engagiert in die Pedale.
  • Seit zwei Jahrzehnten treten die SEW-Benefiz-Radler engagiert in die Pedale.
  • Foto: Ries
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Bad Schönborn. Es begann mit der Idee einiger Nachtschicht-Kollegen der SEW Eurodrive. „Wir machen eine Fahrradtour und lassen uns die für einen guten Zweck bezahlen.“ Die erste Tour führte vier junge Mitarbeiter der Bruchsaler Firma nach Bremen und brachte 1.500 Mark an Spenden, damals für den Freundeskreis Leukämiekranker.

20 Jahre und 17 Länder später haben Matthias Beyer (Münzesheim), Christian Richling (Oberhausen) und Rainer Haßfeld (Mingolsheim)sowie die ehemaligen Mitradler Joachim Raab, Markus Hannich und Ingo Böser insgesamt 49.083 Kilometer und 155.816,22 Euro erradelt.

Unterstützung für die onkologische
Abteilung der Kinderklinik Karlsruhe

Sie begünstigen damit den Förderverein zur Unterstützung der onkologischen Abteilung der Kinderklinik Karlsruhe (FUOKK) und haben schon viele besondere Projekte mitfinanziert. Ob offener Kernspintomograf, häusliche Betreuung der kleinen Krebspatienten, Spielezimmer oder Telemedizinische Kooperation der Ärzte, viele Besonderheiten der klinischen Abteilung konnten durch die Spendengelder der drei Radler realisiert werden.

Zur 20. Tour, die am Samstag, 7. Juli, traditionell in Bad Schönborn vor dem Mingolsheimer Radhaus startet, zogen die Radler Bilanz. Matthias Beyer hat alle Touren mitgefahren. Er plant die Routen, die nach wie vor mit Landkarte gefahren werden.

Touren mit besonderem Blickwinkel

Nur einmal fehlte Rainer Haßfeld krankheitsbedingt und verpasste die Tour 2014 nach Hamburg. Der 42-Jährige erinnert an die Anfänge, als es 1999 nach Bremen ging. „Damals machte ein Passant noch ein Foto von uns auf dem Marktplatz - das einzige von dem ersten Tourstart.“ Seit 2006 – als es nach Wien und Bratislava ging – ist auch der 42-jährige Elektroniker Christian Richling dabei. Wie seine beiden Kollegen schätzt er die vielen Eindrücke, die die Touren ihnen bescheren, besonders. „Die Landschaft, die Städte und auch die Kleinigkeiten, die wir sehen, machen diese Touren aus“, sagt er.

Auch Matthias Beyer erfreut sich an den besonderen Blickwinkeln, die die Touren bieten. „Wir kommen in Gegenden, wo wir sonst nie im Leben hinkommen würden.“ Rainer Haßfeld tut sich schwer damit eine der bisherigen 19 Touren hervorzuheben. Aufregend war die erste Alpenüberquerung auf dem Weg nach Mailand 2002. 

Der Benefizgedanke steht im Vordergrund

Inzwischen haben die drei Benefizradler Routine für Planung und Durchführung der Touren. Ob nach England 2007, Schweden (2009) oder die letztjährige Tour nach Brüssel, sie setzen nach wie vor ihre eigenen Urlaubstage ein, zahlen Kost und Logis selbst und legen ein sportliches Tempo vor. 2001 fuhren sie Tagesdurchschnitte von 183 Kilometer – und das sechs Tage lang - auf dem Weg nach Kopenhagen. Insgesamt haben sie 110,5 Fahrtage mit einem Mittelwert von 145 Kilometer pro Tag absolviert.

Über die Jahre haben sie vieles optimiert – von dem minimalen Gepäck, das sie mitnehmen, zu der Planung der abendlichen Unterkünfte oder der Akquise von Spendern und Sponsoren. Schließlich steht der Benefizgedanke immer im Vordergrund jeder Tour. Dabei ist die Spendensumme von Jahr zu Jahr gewachsen. Im letzten Jahr brachte die „relative kurze Tour nach Brüssel“ mit „nur“ 660 Kilometer ein Traumspendenergebnis von 21.000 Euro. ris

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