Rad-Parkhaus in Annweiler eingeweiht
Rahmenbedingungen schaffen für den Umstieg auf den ÖPNV

Stadtbeigeordneter Benjamin Burckschat: „Dank an alle, die an der Vollendung dieses Gemeinschaftsprojekts mitgewirkt haben. Und hoffen wir, dass dies zu noch mehr radsportlicher Betätigung unserer Mitbürger beiträgt“. (v.l.n.r.: Benjamin Burckschat, Staatssekretär Andy Becht, SÜW-Landrat Dietmar Seefeldt, Erster VG-Beigeordneter Werner Kempf, VG-Beigeordneter Uli Böck).
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  • Stadtbeigeordneter Benjamin Burckschat: „Dank an alle, die an der Vollendung dieses Gemeinschaftsprojekts mitgewirkt haben. Und hoffen wir, dass dies zu noch mehr radsportlicher Betätigung unserer Mitbürger beiträgt“. (v.l.n.r.: Benjamin Burckschat, Staatssekretär Andy Becht, SÜW-Landrat Dietmar Seefeldt, Erster VG-Beigeordneter Werner Kempf, VG-Beigeordneter Uli Böck).
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Annweiler. Wenn zugleich der rheinland-pfälzische Verkehrsstaatssekretär aus Mainz und der Landrat des Kreises SÜW kommen, um gemeinsam mit den kommunalpolitischen Repräsentanten das Rad-Parkhaus am Bahnhof Annweiler einzuweihen, dann ist das schon eine bedeutsame Anerkennung der Arbeit des adfc (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club).

adfc-Kreisvorsitzender Michael Schindler, der „Akteur und Kämpfer für gute Radwege“, wie er von Seefeldt adressiert wurde, hatte seit Jahren in Zusammenarbeit mit Lothar Zimmermann, Leiter des ÖPNV bei der Kreisverwaltung SÜW, auf dieses Projekt hingearbeitet.

Überlegungen für ein abgeschlossenes Rad-Parkhaus am Bahnhof gab es schon seit Jahren, berichtete Harald Weber vom Ingenieur- und Planungsbüro Müller aus Neustadt. Anfang vergangenen Jahres habe man dann die konkreten Planungen intensiviert. Nachdem das Grundstück von der Bahn für 750.000 Euro vom Land erworben worden war, konnte im Mai 2019 der Bagger anrollen. Die Baukosten beliefen sich insgesamt auf 360.000 Euro, die mit Landesmitteln in Höhe von 290.000 Euro gefördert wurden. Die verbleibenden Restkosten wurden zu je einem Drittel von den kommunalen Trägern übernommen. Ein Millionenprojekt also, gemeinsam finanziert durch das Land, den Kreis und die Verbandsgemeinde.

Mit dem Rad-Parkhaus ist eine P+R-Anlage verbunden. Hier sind 17 PKW-Stellplätze gebaut worden, davon zwei für Behindertenfahrzeuge. Außerdem gibt es zwei Stellplätze für Elektromobile und eine Ladestation für drei eBikes.
Weitere 57 überdache Fahrradabstellplätze sind im Bereich des Hauptzugangs zu den Bahnsteigen geschaffen worden, davon 17 diebstahlhemmende Fahrradständer.

Damit habe Annweiler jetzt eine „Schnittstelle aus der Stadt heraus in den ÖPNV“, wie es Staatssekretär Becht formulierte.

Annweiler sei „ein schöner Modellfall“ für die Umsetzung des Radverkehr-Entwicklungsplans RLP, so Becht in seiner Ansprache.
Es gehe um Radwege, um Parkmöglichkeiten für Fahrräder und um den Umstieg auf den Nahverkehr.
Bis 2030 stelle das Land 10 Mio Euro bereit, um den Anteil des Radverkehrs am sogenannten Modal Split auf 20 Prozent zu erhöhen (Modal Split meint die Aufteilung der Hauptverkehrsmittel: Bahn, motorisierter Individualverkehr, Fahrrad. Anm.d.Red.). Dafür werde es aber auch notwendig sein, dass die rheinland-pfälzischen Kommunen flächendeckend Radverkehrskonzepte erstellen. Das Land könne mit seinem Entwicklungsplan solche Prozesse anstoßen und fördern: „Aber es muss was von unten aus der Gesellschaft kommen“.

Und Landrat Seefeldt stimmte ein: „Wir müssen die Rahmendbedingungen dafür schaffen, dass die Bevölkerung auf den ÖPNV umsteigt. Für uns ist die Einweihung des Rad-Parkhauses ein besonderer Moment für die Ertüchtigung der Queichtal-Strecke.“ Erhardt Vortanz vom adfc-Landesvorstand hörte es erfreut.

Das abgeschlossene Rad-Parkhaus mit 40 Stellplätzen ist nur für registrierte Nutzer zugänglich und wird wertvollen Rädern Schutz vor Diebstahl und Vandalismus gewährleisten.

Es gebe bereits 36 Interessenten, berichtete Michael Schindler, die in einer Warteliste registriert seien. Darunter auch Einwohner aus dem Umland: "Die können nun ihr Einkaufsrad dauerhaft und sicher am Zielort deponieren. Nach den Erledigungen in den Märkten, Behörden und Banken steigen sie wieder vom Rad in ihr Auto oder in den Bus um".

„Dauerhaft werden mehr Fahrräder und weniger Autos in Annweiler unterwegs sein. Straßen und Parkplätze werden entlastet. Die Attraktivität und Lebensqualität steigt für Einwohner und Touristen gleichermaßen“, gibt sich Schindler überzeugt.

Sobald der Stadtrat die Mietkonditionen festgelegt hat, kann es losgehen.
Die nächste Sitzung des Stadtrats ist am 13. November.  |hi

Autor:

Günter Hirschmann aus Annweiler

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