CDU stellt Wahlprogramm für Trifelsland vor
„Klar – Transparent – Verständlich“

„Aktiv auf die Bürger zugehen“. v.l. Werner Kempf, Thomas Kiefer, Lena Hirschinger, Klaus Kirsch.
  • „Aktiv auf die Bürger zugehen“. v.l. Werner Kempf, Thomas Kiefer, Lena Hirschinger, Klaus Kirsch.
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Annweiler. „Umsetzbare und zukunftsorientierte Lösungen für unsere Heimat“ will die CDU in den kommenden fünf Jahren nach der Kommunalwahl am 26. Mai. Mit einer Kommunalpolitik, die klar, transparent und verständlich sein soll. Was die Kandidaten und Kandidatinnen für den Annweiler Verbandsgemeinderat damit meinen, haben sie in insgesamt 12 Punkten aufgeschrieben und am vergangenen Dienstag der Öffentlichkeit im Dorfgemeinschaftshaus Annweiler-Queichhambach vorgestellt.

In einem Gespräch mit Kandidaten auf der CDU-Wahlliste zur Verbandsgemeinde hat der Trifels Kurier nachgefragt, wie es mit der Umsetzbarkeit realistischerweise aussieht.

Online-Bürgerservice
Werner Kempf aus Waldrohrbach hält es für dringend geboten und auch kurzfristig machbar, dass die Verbandsgemeindeverwaltung die bürgernahe Verwaltung weiter ausbaut, indem sie regelmässige online-gestützte Verwaltungssprechstunden in den Ortsgemeinden einrichtet. „Ein klassisches Bürgerbüro vor Ort mit online-Anbindung“ nennt das Klaus Kirsch aus Gossersweiler-Stein, „zu festgelegten Zeiten, die auch jeweils im Amtsblatt der Verbandsgemeinde angekündigt werden, ist ein Verwaltungsmitarbeiter mit seinem Laptop in der jeweiligen Ortsgemeinde. Über das Internet direkt mit allen Verwaltungsstrukturen verbunden. Die Bürger können somit ihre Anliegen persönlich an ihrem Wohnort vorbringen, mit dem Sachbearbeiter besprechen, und den Formular-Kram gleich erledigen lassen“.

Ehrenamts-Preis
Dass es ohne ehrenamtliches Engagement der Bürgerinnen und Bürger nicht weit her ist mit dem Gemeinwohl durch die freiwilligen Leistungen der finanzklammen Kommunen, ist allgemein bekannt.
Also reden alle Kommunalpolitiker von der Wertschätzung der Vereinsarbeit, die selbstverständlich gestärkt werden müsse. „Wer sich für die Gemeinschaft einsetzt, soll dafür auch Anerkennung erhalten“ heisst es beispielsweise im CDU-Wahlprogramm. Auf Nachfrage erläutert Lena Hirschinger aus Eußerthal, dass dazu ein „Ehrenamtspreis der Verbandsgemeinde Annweiler“ eingeführt werden solle, der mit einem Preisgeld verbunden sei und jährlich durch den Verbandsgemeinderat vergeben werde, in der alle Ortsbürgermeister vertreten sind.
Ein passender Rahmen dafür, so Thomas Kiefer aus Albersweiler, sei das traditionelle Sommerfest der Verbandsgemeinde. Das könne man in der Richtung akzentuieren, dass mehr Vereine auch aus den Ortsgemeinden dort mitwirkten und die Gelegenheit bekämen, ihre besonderen Projekte vorzustellen: „Dem Ehrenamt eine Bühne geben“, wie er sagt.
Es gebe ja immerhin in der Verwaltung eine Vereins-Datenbank, die auch im Internet unter
https://www.vg-annweiler.de/ortsgemeinden/annweiler-am-trifels/vereine
öffentlich einsehbar sei. Da sei es doch ein Leichtes, meinte Lena Hirschinger, mit den Vereinen verstärkt ins Gespräch zu kommen und mit ihnen über diese Idee schon im Vorfeld zu sprechen.

Generationenübergreifende Zusammenarbeit und Jugendparlament
„Wenn man unser Trifelsland für alle Generationen gleichermassen attraktiv weiterentwickeln will, so Hirschinger, „dann müssen eben auch alle - Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis ins hohe Alter – gleichberechtigt am öffentlichen Leben teilnehmen können und in ihren jeweils spezifischen Interessen berücksichtigt werden. In unserer Kandidaten-Liste findet man viele jugendliche Persönlichkeiten“.

Klaus Kirsch hebt dazu hervor, dass es neuer Ideen bedürfe, um insbesondere auch in den Dörfern dauerhaft die bestmögliche Lebensqualität zu gewährleisten: „Im Miteinander der Generationen liegen viele Potentiale“. Neben dem Erhalt und Ausbau der Jugendpflege, und ansprechenden Freizeitmöglichkeiten gehöre ebenso dazu, dass Bürgerinnen und Bürger jeden Alters Möglichkeiten zur politischen Mitsprache hätten. „Man muss auf die Leute aktiv zugehen“, das sei dabei ein entscheidender Faktor, betonte Hirschinger, „die jungen Kandidaten in den Parteien sind Multiplikatoren“.
Und wie man sich das mit Blick auf die Jugend vorzustellen habe, dazu gebe es mit dem „Jugendparlament“ eine Projekt-Idee, die man im Verbandsgemeinderat einbringen wolle.
Es habe zwar auch schon in der Vergangenheit dazu Ansätze gegeben, die aber im Sande verlaufen seien.
Wenn es um politische Teilhabe am Gemeinde-Geschehen gehe, dann dürfe man die Jugendlichen nicht alleine lassen, man müsse sie an die Hand nehmen, ihnen auch die Regulatorien in unserem demokratischen Gemeinwesen nahe bringen, und zwar parteiunabhängig, findet Kirsch. Um auch junge Menschen für kommunalpolitische Arbeit zu begeistern, sei die Mitwirkung der Jugendpfleger in der Verbandsgemeinde ebenso unverzichtbar wie die Zusammenarbeit mit den Schulen. „Wir werden daher jetzt erst mal auf diesen Personenkreis zugehen und über die Idee eines Jugendparlaments reden".

Das komplette Wahlprogramm des Annweiler CDU-Gemeindeverbands wird demnächst im Internet nachzulesen sein unter www.fuerstrifelsland.de    |hi

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