Enge Zusammenarbeit mit Zukunft Annweiler vereinbart
Frischer Wind beim PWV

PWV-Naturschutzprojekt und Ruheoase: Streuobstwiese mit Picknick-Platz auf dem Dreißig.
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  • PWV-Naturschutzprojekt und Ruheoase: Streuobstwiese mit Picknick-Platz auf dem Dreißig.
  • Foto: PWV Annweiler
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Annweiler. Noch vor kurzem stand die 1904 gegründete traditionsreiche Ortsgruppe Annweiler des Pfälzerwald-Vereins beinahe vor der Auflösung, nachdem der langjährige und engagierte Vorsitzende, Karl Glaser, aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war und auch seine Mitstreiter aus Altersgründen für eine weitere Vorstandsarbeit nicht mehr zur Verfügung standen.
Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Mitte Februar konnte ein neuer Vorstand gewählt werden. Mit Petra Jung-Schoch als Vorsitzende und ihrem Stellvertreter Wolfgang Schneider. Zum neuen Vorstandsteam gehören außerdem Petra Jung (Finanzen), Christel Reddig (Schriftführerin und Wanderwartin) sowie die Beisitzer Marliese Wollenweber und Christel Schuhmacher. Der Trifels Kurier konnte im Gespräch mit Petra Jung-Schoch und ihren Vorstandskolleginnen einen Einblick in die aktuellen Planungen und Ziele des PWV Annweiler erhalten. Mit Petra Jung-Schoch und Petra Jung, die beide erst dieses Jahr in den PWV eingetreten sind, sorgen zwei Energiebündel mit Begeisterung und Engagement für die Ziele des Pfälzerwald-Vereins für Aufbruchstimmung und Motivation in der Vorstandsarbeit. Christel Schuhmacher, die seit 24 Jahren dabei ist, zeigt sich begeistert „dass es weitergeht. Es wäre schlimm gewesen, wenn wir das nicht hinbekommen hätten“.
Der PWV Annweiler hat derzeit 246 Mitglieder, wovon allein in den letzten vier Wochen 32 Mitglieder neu eingetreten sind. Ein mit dem Generationswechsel im Vorstand einhergehendes neues, frisches Image -„PWV ist cool“ (Originalton Petra Jung) - soll dazu beitragen, die Mitgliederzahl weiter zu erhöhen, wobei insbesondere auch junge Familien für die Ziele des PWV gewonnen werden sollen. Der Vorstand hat dazu eine neue Jugendwartin, Miriam Burkard, gewonnen, die mit einer eigenen Familiengruppe/Wanderkinder das Naturbewusstsein bei Jugendlichen stärken soll. Müllsammel-Aktionen gehören dazu ebenso wie Vogelstimmen-Wanderungen. Alles im Sinne einer spielerischen Verstärkung des schulischen Pensums.
Der PWV Annweiler als autonome Ortsgruppe des Pfälzerwald Vereins führt ein weitgehendes Eigenleben. Neben der verbindlichen PWV-Wanderstatistik mit 12 Hauptwanderungen (jeweils circa 12 bis 15 Kilometer) pro Jahr und den Halbtagswanderungen (circa 5 bis 8 Kilometer) kommen noch Radwanderungen, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. „Kultur und Geselligkeit kommen aber nicht zu kurz“, betont Christel Reddig, „wenn wir beispielsweise Burgen anlaufen, beschäftigen wir uns mit deren mittelalterlichen Historie. Wir vergessen aber auch nicht das Einkehren“ und „E bisserl Spaß gehört auch dazu“ fügt Marliese Wollenweber schmunzelnd hinzu. Der neue Vorstand ist sich bei allem sehr bewusst, dass er eine Gratwanderung schaffen muss, damit sich ältere Senioren im PWV weiterhin genauso wohl fühlen wie die Jungen. „Alle zusammen, Jung und Alt, müssen eine harmonische Gemeinschaft bilden“ beschreibt die Vorsitzende die Linie der Vereinsarbeit und betont, dass die vom früheren Vorsitzenden Karl Glaser ins Leben gerufenen, gemeinnützigen Projekte weiter betreut werden. In die hat der PWV Annweiler aus eigenen Mitteln rund 15.000 Euro innerhalb der letzten drei Jahre investiert. So wurde zum Beispiel der Danziger Brunnen komplett neu gestaltet. Mit Sitzgruppen und behindertengerechten Zugang. Und gegenüber Gräfenhausen, am Mönchsweg auf dem Dreißig, wurde eine knapp 1.200 Quadratmeter große Streuobstwiese mit 20 Apfelbäumen gekauft und zu einer Picknick-Oase mit zwei Sitzgruppen und hölzerner Ruheliege für die Allgemeinheit gestaltet. Ein Naturschutz-Eldorado mit herrlichem Panoramablick zum Trifels, Rehberg, Asselstein und Umgebung. Am 22. April findet übrigens eine Apfelblüten-Wanderung zum Dreißig unter der Leitung von Christel Reddig statt (Info: 06346/7449).
Kürzlich wurde auf Initiative von Petra Jung-Schoch mit Peter Munzinger von Zukunft Annweiler e.V. eine gegenseitige Mitgliedschaft vereinbart, um gemeinsam bei der Planung und Organisation von Aktivitäten zur Belebung der Innenstadt zusammenzuarbeiten. Dabei sind schon konkrete Projekte besprochen worden. So soll beispielsweise die Alte Konzertmuschel (Waldfriedenstraße, gegenüber Restaurant Umoya) unter dem Motto „Vom Schandfleck zum Schmuckstück“ wieder ansehnlich hergerichtet werden.
Im Herbst wird dann mit einem Jagdhornbläser-Konzert, das Edith Kurzmeier vom Verein Zukunft Annweiler organisiert, die Wiederbelebung dieses städtischen Kleinods eingeleitet. Ein besonderes Anliegen ist dem PWV-Vorstand auch, bei der Neuanlage von Weinbergen und dem Freimachen von alten Wegen auf dem Wingertsberg mitzugestalten: „Das war das erste, was uns mit dem Verein Zukunft Annweiler zusammengebracht hat“ erinnert sich Petra Jung.
In einer gemeinsamen Vorstandssitzung beider Vereine soll über die vielfältigen Facetten einer solchen strategischen Zusammenarbeit ausführlich diskutiert werden. Dazu Walter Herzog: „Ich kann es nur begrüßen, wenn die Menschen und die Vereine, die sich um unsere Region kümmern, sich vernetzen. Damit entstehen Synergieeffekte und kurze Kommunikationsebenen. Insbesondere wird das Projekt Wingertsberg, das noch ganz am Anfang in den Überlegungen steht, vom Knowhow des PWV positive Impulse erhalten. Die Bürger der Stadt Annweiler und auch die Stadt selbst profitieren davon“. |hi
KontaktPfälzerwald-Verein Annweiler e.V.
Petra Jung-Schoch (Vors.)
info@pwv-annweiler.de
www.pwv-annweiler.de

PWV-Naturschutzprojekt und Ruheoase: Streuobstwiese mit Picknick-Platz auf dem Dreißig.
Annweilers PWV-Vorstand bei der Arbeit. (von links:) Marliese Wollenweber, Petra Jung-Schoch, Petra Jung, Christel Reddig.

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