Motivation und Engagement im Arbeitskreis Ambert Park
Den Ambert Park gemeinsam als Kleinod entwickeln

„Froh, dass wir den Arbeitskreis jetzt haben“. Diskussions-Ergebnisse an der Tafel festgehalten. Anne-Katrin Schweizer, Benjamin Burckschat, Astrid Satter, Benjamin Seyfried. (v.l.n.r.)
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  • „Froh, dass wir den Arbeitskreis jetzt haben“. Diskussions-Ergebnisse an der Tafel festgehalten. Anne-Katrin Schweizer, Benjamin Burckschat, Astrid Satter, Benjamin Seyfried. (v.l.n.r.)
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Annweiler. Wann hat es das schon mal gegeben. Der Ratssaal war am letzten Samstagvormittag voll besetzt. 30 Bürgerinnen und Bürger waren ins Rathaus gekommen, um im „Arbeitskreis Ambert Park“ mitzuarbeiten. Darunter viele Park-Anrainer aus der Hohenstaufenstrasse und der Bahnhofstrasse. Auch Bürgermeister Benjamin Seyfried hatte sich dazu eingereiht - auf den üblicherweise sonst für Zuhörer bereitstehenden Plätzen.

Der Arbeitskreis ist Ende Oktober vom Stadtausschuss Soziales/Kultur/Generationen ins Leben gerufen worden, damit die interessierten Annweilerer bei der Planung für eine Aufwertung des Ambert Parks mitwirken können. Er wird geleitet vom Beigeordneten Benjamin Burckschat (CDU), der im Stadtvorstand den Geschäftsbereich Kultur/Soziales/Generationen verantwortet.

Generationenprojekt Ambert Park – eine lange Geschichte

Es war eine lebendige und engagierte Diskussion. Mit Schilderungen von Sorgen und Ärgernissen der Anwohner. Und mit vielen kreativen Überlegungen und Anregungen zur Problemlösung im Sinne aller.

Die angesprochenen Probleme sind nicht neu. Schon 2014 hatten 27 Anwohner in einer offenen Petition an den damaligen Stadbürgermeister Wollenweber die ständige Ruhestörung und Kriminalität im Ambert Park beklagt und Maßnahmen dagegen gefordert. Seither war es dann ruhiger geworden im Park.

Ängste kamen bei den Anwohnern dann wieder auf, als vor zwei Jahren Anne-Katrin Schweizer und Maggie Renz die BI Spielplatz gegründet hatten. In kurzer Zeit sammelten sie über vierhundert Unterschriften. Die BI setzt sich dafür ein, einen schönen, naturnahen Spielplatz im Ambert-Park zu schaffen, weil man dort die idealen Randbedingungen vorfinde: „Ein schattiger Spielplatz in der Innenstadt, der etwas Besonderes ist und Leute anzieht. Hier könnten Kinder ihre Zeit gern verbringen und sich wohlfühlen“. (Der Trifels Kurier berichtete in seiner Ausgabe v. 15.11.2017).

In der Stadtratsitzung am 16. Januar  dieses Jahres stellte Viktor Schulz (seinerzeit Erster Beigeordneter) die Gestaltung und Überplanung des Ambertparks im Rahmen des EU-Projektes LEADER vor. Bei insgesamt 140.000 Euro veranschlagten Kosten wurden 40.300 Euro Fördermittel bewilligt. Weitere ca. 40.000 Euro brächten Spielplatzablösen. Mit Eigenleistungen und Spenden könnte die Finanzierung gelingen.

Sicher ist: Mit dem Generationenprojekt wird der romantische Park aus seinem Schlaf erweckt. Das Gesamtbild soll naturnah gestaltet und die Wegführung nicht verändert werden. Der Teich bleibt erhalten. Mit einem Spielplatz, Wasserspielplatz, Trampolinen und einem Barfußpfad könnte ein neuer Spielbereich entstehen. Ausserdem sollen verschiedene Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. Die Seniorinnen und Senioren haben sich ausdrücklich einen Bouleplatz gewünscht.

Darauf bezog sich Seyfried im Februar dieses Jahres bei seinem Besuch des Vereins Zukunft Annweiler: Das neuerdings auf den Weg gebrachte Generationen-Projekt Ambert-Park sei ein Musterbeispiel dafür, wie Impulse aus der Bevölkerung von den politisch Verantwortlichen aufgegriffen werden können. (wir berichteten).

Den Park-Charakter belassen
Der Teich bleibt bestehen, natürlicher Lärmschutz, feste Öffnungs- und Schließzeiten, kein Kiosk im Park – darin war man sich weitgehend einig. Und auch keine Grillstation.Keine alla-hopp!-Anlage mit Problemen wie in Edenkoben.

Die Betroffenen zu Beteiligten machen.

Und es wurde zwei Stunden lang munter diskutiert an den Tischen, an denen sonst die Ratsmitglieder sitzen. „Wir sind in einem offenen Verfahren“, betonte Seyfried. Die Überlegungen im Arbeitskreis seien wichtig, die Ergebnisse aber nicht in Stein gemeißelt: „Wir können die Probleme aus der Vergangenheit gemeinsam zu lösen versuchen“.

Anne-Katrin Schweizer, gemeinsam mit Maggie Renz, die Initiatorin der BI Spielplatz, auf Nachfrage des Trifels Kurier: „Es ist ein guter Ansatz, bei unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen miteinander zu reden, um alle ins Boot zu holen. Es ist gelungen, dass sich auch die Park-Anwohner unserem Anliegen, im Ambert Park einen naturnahen Spielplatz in der Innenstadt zu gestalten, nicht mehr verschliessen“.

„Wir alle sind sehr froh“, fasste Astrid Satter in einem Schlusswort die Stimmung im Arbeitskreis zusammen, „dass die neue Stadtspitze uns Gelegenheit gibt, mitzureden“.

Da sage noch einer, es gäbe kein positives Engagement in der Annweiler Bürgerschaft. |hi

Autor:

Günter Hirschmann aus Annweiler

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