Alte Konzertmuschel als Treffpunkt wiederbelebt
Jagdhornbläser zur Einweihung

Ein Ort für Open-Air-Kleinkunst. Die Alte Konzertmuschel gegenüber der Markwardanlage.
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  • Ein Ort für Open-Air-Kleinkunst. Die Alte Konzertmuschel gegenüber der Markwardanlage.
  • Foto: Hirschmann
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Annweiler. Eher spätwinterlich-kalt war’s als frühlingshaft. Bei der Eröffnungsfeier zur Fertigstellung der Alten Konzertmuschel. Das tat aber der guten Stimmung von fast hundert Annweilerern keinen Abbruch, die der Temperatur entsprechend eingemummelt gekommen waren, um mit ihrer Anwesenheit den Akteuren beider Vereine Dank und Anerkennung zu zollen.

Mit dabei waren auch Verbandsgemeinde-Beigeordneter Thomas Kiefer, 1.Stadtbeigeordneter Viktor Schulz und die beiden Bürgermeisterkandidaten Dirk Müller-Erdle und Benjamin Seyfried.

Was ehrenamtliches Engagement der Bürger schaffen kann, haben die Ortsgruppe Annweiler des Pfälzerwald-Vereins und der Stadtentwicklungsverein Zukunft Annweiler mit diesem beispielhaften „Gemeinschaftsprojekt Alte Konzertmuschel“ gezeigt.

Unter Annweilerern als „Alte Konzertmuschel“ bekannt, war der in den 30er Jahren erbaute „Sängerpavillon“ am Aufgang zum Trifels, vis-a-vis zum Restaurant Umoya in der Markwardanlage, über die Jahre zum Schandfleck am Rande des Kurparks verkommen. Die beiden Vereine, Zukunft Annweiler und die Annweiler Ortsgruppe des Pfälzerwald-Vereins, hatten es sich im Sommer vergangenen Jahres zur Aufgabe gemacht, dieses Stück Stadtgeschichte gemeinsam wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen und seiner ursprünglichen Funktion, dem Darbieten von Musik, wieder zugänglich zu machen.

Steffen Kirsch vom PWV und Vorstandsmitglied Fritz Müller von Zukunft Annweiler koordinierten das Gemeinschaftsprojekt. „Im August letzten Jahres ging’s los“, lies Annweilers PWV-Vorsitzende, Petra Jung-Schoch, das Projektgeschehen nochmals rückblickend Revue passieren. „Die freiwilligen Helfer im Team um Steffen Kirsch haben zunächst die Anlage von Hecken und Gestrüpp befreit. Dann musste ein Steinmetz ran, um die Sandsteine fachgerecht zu säubern, säuern und teilweise zu ersetzen“. „Wobei sich unser Fritz Müller als professioneller Steinmetz-Assistent und Maurer erwies“, meinte dazu Walter Herzog schmunzelnd.

Auch Timo Eckerle mit seinen Mitarbeitern des Bauhofs hätten ebenso unbürokratisch-unterstützend mitgewirkt wie die Elektroabteilung der Stadtwerke.

Ihnen allen sprachen die beiden Vereinsvorsitzenden ihren Dank für die geleistete Arbeit aus.

Aber, bei allem persönlichen Einsatz und dem ehrenamtlichen Engagement der Vereinsmitglieder, bei der Realisierung dieses Gemeinschaftsprojekts waren dennoch Kosten für Material und Fremdleistungen zu schultern von rund 3.000 Euro. Dass die Summe durch viele Spenden aus der Bevölkerung komplett gedeckt werden konnte, sei ein weiterer Beweis für das bürgerschaftliche Engagement der Annweilerer. betonten die Vereinsvorstände und dankten allen Spendern ganz herzlich.

So sehen das jedenfalls auch die beiden Bürgermeisterkandidaten, Dirk Müller-Erdle (FWG) und Benjamin Seyfried (unabhängig): „Das Gemeinschafts-Projekt Alte Konzertmuschel ist ein Musterbeispiel dafür, dass es ohne Gemeinschafts-Sinn nicht geht, wenn Annweiler vorangebracht werden soll“, betonten sie unisono.

„Eine feinsinnige Einstimmung auf den Frühling, passend zum schönen Rahmen, den die Alte Konzertmuschel jetzt wieder bietet“, hatte Vorstandsmitglied Edith Kurzmeier im Sinn, als sie die Jagdhornbläser „Corni di Pamina“ zur Eröffnungsfeier eingeladen hatte.

Unter der musikalischen Leitung von Walter Modery gaben die Parforcehorn-Bläser eine Kostprobe ihres gegenwärtigen Repertoires jagdlicher und konzertanter Musikstücke.
Unsere Instrumente, sogenannte Parforcehörner, „sind ventillos und stellen daher besonders hohe Anforderungen an die Lippentechnik für eine saubere Intonation“, erläuterte Esther Roosen, die das Vierte Horn (Bass-Stimme) blies.

Abgerundet wurde dieser besondere Kunstgenuss durch eingestreute Gedichte des Parforcehornbläsers Elmar Braunbeck: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick…“ (Goethes Faust, Osterspaziergang).

Fazit: In den wärmeren Jahreszeiten hat Annweiler mit der Alten Konzertmuschel nunmehr wieder einen attraktiven Platz für Open-Air-Kleinkunst, der über hundert Besucher beiwohnen können.

Wer daran interessiert ist, in der Alten Konzertmuschel etwas zu veranstalten, kann sich unkompliziert an das Vereinsbüro von Zukunft Annweiler (Rathausplatz, Hauptstr. 24) wenden. Dort ist man behilflich bei der Erledigung notwendiger behördlicher Formalitäten und unterstützt auch organisatorisch. |hi

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